Dienstag, 1. Januar 2013
Der Inn
Heute habe ich von ihm geträumt, auf der Suche nach meinem zu Hause. In diesem Traum habe ich noch selbst zu mir gesagt "Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?"

Der Inn ist kalt, sehr kalt, trotzdem hat er mir als Kind gereicht um an den Sandbänken zu spielen und im Wasser zu plantschen, Steine zu werfen, Tiere beobachten und was man so alles an einem Fluß machen kann.
Dann wurde er "kanalisiert" weil er ganz böse mal sein Umland überschwemmte. Das Ergebnis war dann ein gesunkener Grundwasserspiegel.

Heute sind die Planer ein wenig klüger geworden, schon lange hat der Inn sich wieder seine Mäander aus feinem weißen Sand angelegt.Wenn die Schneeschmelze vorbei ist, zeigt sich ein paradiesisches Bild.

Als junge Frau lernte ich von ihm, meine Gedanken zu betrachten, versteckte Räume zu finden und zu hüten und was es bedeutet, man selbst zu bleiben, auch wenn man sich äußerlich verändert.

Abends auf der Universitätsbrücke in Innsbruck bei Sonnenuntergang zieht er sich wie ein goldenes Band durch das Land. Dieses Bild habe ich von ihm mitgenommen, als ich ihn verließ.

Ich vermisse ihn - sehr